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Terrassenpads verlegen: Tipps und Infos

Terrassenpads liegen an jedem Auflagepunkt zwischen dem Untergrund und der Unterkonstruktion der Terrasse. Das Pad aus Gummigranulat hebt den Balken vom Stein ab: Regenwasser läuft darunter weg, Luft trocknet die Auflagefläche, und kleine Höhenunterschiede lassen sich ausgleichen. Diese Anleitung zeigt den Aufbau der Unterkonstruktion auf Pads von unten nach oben. Sie klärt den passenden Untergrund, die Abstände von Balken und Auflagern und die Richtung des Gefälles. Dazu kommen die Besonderheiten auf Dachterrasse und Balkon und die Frage, wann Stelzlager die bessere Wahl sind. Stärke, Format und Stückzahl je Quadratmeter stehen in der Übersicht Terrassenpads.

Mach es selbst!

Terrassen-Unterkonstruktion auf Pads: so bauen Sie sie richtig auf

Eine Terrasse aus Dielen oder Platten steht immer auf einer Unterkonstruktion. Das sind Balken aus Holz, Aluminium oder Wood-Plastic-Composite (WPC), die in Reihen auf Auflagern ruhen. Die Terrassenpads liegen ganz unten in diesem Aufbau: unter dem Balken auf der Betonplatte, der Gehwegplatte oder der Dachabdichtung. Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) bringt die Regel in seiner Broschüre zu Terrassenbelägen auf den Punkt: Die Terrassenkonstruktion soll nicht im Wasser stehen. Tragkonstruktionshölzer bekommen dafür Unterlegplatten aus dauerhaften, wasserundurchlässigen Materialien oder liegen auf Gehwegplatten.

So einfach geht es

Das erwartet Sie in dieser Anleitung

Gut zu wissen

Warum die Unterkonstruktion nicht direkt auf Beton liegt

Terrassendielen oder Balken direkt auf Beton zu verschrauben, widerspricht dem konstruktiven Holzschutz. Liegt Holz flach auf Stein, bleibt die Kontaktfläche nach jedem Regen nass. Wasser steht in der Fuge zwischen Balken und Beton, das Holz saugt sich von unten voll und bleibt an dieser Stelle dauerhaft feucht. Ein Pad aus Gummigranulat zwischen beiden schafft den Spalt, den das Holz zum Abtrocknen braucht. Der informationsdienst holz ordnet ungeschützte, waagerecht liegende Holzbauteile im Außenbereich der Gebrauchsklasse 3.2 nach DIN 68800 zu. Dort ist mit Holzfeuchten über 20 % zu rechnen, und genau diese Belastung soll durch bauliche Maßnahmen vermieden werden. Balken auf dem Boden gehören damit in dieselbe Klasse wie unbehandelte Dielen ohne jeden Schutz.

Die bauliche Maßnahme ist das Auflager. GD Holz empfiehlt, Unterkonstruktionshölzer nicht direkt auf der wasserführenden Schicht (Erdreich, Schotter) zu verlegen. Sie gehören auf Stein- oder Gehwegplatten oder andere dauerhafte, lastverteilende und wasserundurchlässige Materialien. Die Broschüre zeigt dazu ein Kantholz von 42 x 70 mm auf einer Gehwegplatte, unterlegt mit wasserundurchlässigen Unterlegpads. Ein Terrassenpad aus Gummigranulat übernimmt diese Rolle. Es öffnet einen Spalt unter dem Balken: Regenwasser läuft seitlich ab, Luft kommt an die Unterseite, das Holz trocknet nach dem Regen wieder aus.

Bei Profilen aus Aluminium oder WPC fällt die Fäulnis weg, die Aufgabe des Pads bleibt trotzdem. Es gleicht Unebenheiten der Betonplatte aus und dämpft das Klappern, das ein hartes Profil auf hartem Stein erzeugt. Der WPC-Hersteller megawood schreibt in seiner Bauanleitung, die Balken auszurichten und für mehr Komfort mit 10 mm starken Gummipads zu unterlegen. Gefälleunterschiede gleicht die Anleitung mit weiteren Pads aus. Welche Stärke die Pads haben sollten und welches Format die Breite Ihres Balkens abdeckt, zeigt die Übersicht Terrassenpads.

Terrassenpads und Zubehör
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Gut zu wissen

Welcher Untergrund die Terrasse trägt

Der Untergrund bestimmt, worauf das Pad liegt und wie hoch die Terrasse aufbaut. Die Tabelle zeigt die 4 Fälle aus der Praxis; die Dachterrasse vertieft Abschnitt 6.

UntergrundAuflager für den BalkenWorauf Sie achten
Betonplatte, Estrich, alte Pflaster- oder Plattenfläche1 Pad je Auflagepunkt direkt auf dem BetonGefälle und Wasserablauf prüfen; bei alten Pflasterflächen einzelne Steine entfernen, damit Wasser versickert (GD Holz)
Verdichteter Kies oder SchotterGehweg- oder Betonplatten 25 x 25 x 5 cm im Abstand von 50, höchstens 70 cm, darauf das PadBalken nie direkt auf Schotter oder Erde legen; Wurzelvlies unter dem Kies; frostsicher verdichten
Rasen oder Erdekein Auflager ohne Platten und KiesbettErdkontakt fällt in Gebrauchsklasse 4 mit Moderfäule; am Rasenrand Kantensteine setzen, damit keine Feuchtigkeit in die Unterkonstruktion wandert
Dachterrasse oder Balkon mit AbdichtungPad ab 6 mm als Schutzlage auf der Bahn oder unter dem StelzlagerAbschnitt 6

Alte Fliesen oder Platten sind ein brauchbarer Untergrund, solange sie fest liegen und das Wasser abläuft. Kleine Höhensprünge zwischen den Platten fängt das Pad ab, größere gleicht eine gestapelte Lage aus Pad und Unterlegplatte aus. Auf Kies oder Schotter dagegen trägt die Platte unter dem Pad. GD Holz nennt Stein- oder Gehwegplatten von 25 x 25 x 5 cm im Abstand von 50, höchstens 70 cm von Mitte zu Mitte. Der Bodenaufbau darunter besteht aus einer Sandschicht und 20 bis 25 cm gewaschenem Kies oder Straßenschotter. Darüber liegt eine wasserdurchlässige Folie gegen Durchwurzelung.

Zur Aufbauhöhe: Auf Platten verlegt sollten Konstruktionshölzer laut GD Holz hochkant mindestens etwa 42 x 68 mm messen. Wo die Höhe knapp ist, etwa an einer Terrassentür, kann eine Diele in Originalbreite als Unterkonstruktion dienen. GD Holz setzt dafür kammergetrocknete Dielen für Unterkonstruktion und Belag voraus. Die Kreuzungspunkte werden dann zusätzlich mit Polyurethan-Kleber (PU) verleimt, weil die Schrauben kürzer ausfallen.

Gut zu wissen

Abstände: Balken, Auflager, Pads

Terrassenpads liegen an jedem Auflagepunkt der Unterkonstruktion. Die Auflager unter einem Balken stehen 50, höchstens 70 cm auseinander, gemessen von Mitte zu Mitte. GD Holz nennt diesen Abstand für die Gehwegplatten unter dem Balken im Schotterbett. Auf der durchgehenden Betonplatte gibt es keinen Grund für ein anderes Raster, deshalb gilt er hier auch für die Pads. Die Balken selbst liegen je nach Dielenstärke 40 bis 60 cm auseinander, 50 cm ist der bewährte Wert. Zwischen 2 Pads liegen also rund 50 cm entlang des Balkens und 40 bis 60 cm quer dazu.

Der Achsabstand der Balken wird von Balkenmitte zu Balkenmitte gemessen. GD Holz empfiehlt unabhängig von der Statik einen Auflagenabstand von höchstens 40 bis 60 cm. So bleibt jede Diele gegen Verdrehen und Schüsseln fixiert, und der Belag liegt stolperfrei. 50 cm begrenzen den späteren Verzug bei Holzarten wie Bangkirai. Wie dick die Diele bei diesem Abstand sein muss, regelt die Fachregel 02 des Zimmererhandwerks. Bei 50 cm Auflagenabstand liegt die Mindestdicke zwischen 2,1 cm für 20 cm breite Bretter und 3,0 cm für 10 cm breite Bretter. Ein 14 cm breites Brett braucht demnach 2,5 cm. Dünnere Dielen um 21 mm gehören an das untere Ende der Spanne, also enger als 50 cm.

BelagAchsabstand der BalkenAuflager unter dem Balken
Holzdielen 25 bis 28 mm50 cm; 60 cm laut Fachregel-Tabelle nur bei breiten Brettern (25 mm ab 18 cm Breite, 28 mm ab 14 cm)alle 50 cm, höchstens 70 cm
Holzdielen 21 bis 24 mmenger als 50 cm, am unteren Ende der 40-bis-60-cm-Spanne; 50 cm laut Fachregel-Tabelle nur bei Brettern ab 20 cm Breite (21 mm) beziehungsweise ab 16 cm (23 mm)alle 50 cm
Holzdielen ab 30 mm60 cm laut Fachregel-Tabelle bei Brettern ab 12 cm Breitealle 50 cm, höchstens 70 cm
WPC und ThermoholzHerstellerangabe, laut GD Holz teils 30 bis 40 cm; megawood nennt 50 cm für Balken 40 x 60 mmnach Herstellerangabe
Terrassenplatten auf LagernPlattenlager höchstens 50 cm auseinander (Rinn)Abschnitt 8

Zwei Regeln für den Rand: Die Diele darf über das letzte Auflager 8 bis 10 cm frei auskragen. Größere Überstände bis 30 cm brauchen ein unterseitig angebrachtes Blindholz. Und die erste und letzte Balkenreihe trägt mehr, weil dort die Dielenenden liegen. megawood setzt am Anfang und Ende der Fläche jeweils 2 Balken im Achsmaß von 18 cm.

Für das Pad selbst gilt: Es soll die Balkenbreite vollständig unterlegen. Ragt der Balken über das Pad, trägt eine schmale Kante die Last. Welches Format zu welcher Balkenbreite passt und wie sich der Bedarf je Quadratmeter berechnet, rechnet die Übersicht Terrassenpads vor.

Gut zu wissen

Gefälle und Entwässerung unter der Terrasse

GD Holz empfiehlt ein Gefälle von 1 bis 2 % in der Gesamtkonstruktion, damit Wasser vom Belag schneller abfließt. Bei profilierten Dielen zeigt die Brettlängsrichtung in Richtung des Gefälles, sonst bleibt Wasser in den Rillen stehen. Entscheidend ist das Gefälle in der Schicht, die das Wasser abführt: auf der Gartenterrasse die Betonplatte oder das Kiesbett, auf der Dachterrasse die Abdichtung. Der Betonwerkstein-Hersteller Rinn nennt für Terrassenplatten 1 bis 2,5 % vom Gebäude weg.

Gebaut wird das Gefälle im Untergrund, die Unterkonstruktion folgt ihm parallel. Pads bauen kein Gefälle auf: Bei 4 m Terrassentiefe ergeben 2 % bereits 8 cm Höhenunterschied, das leistet kein gestapeltes Pad. Pads gleichen die Unebenheiten aus, die den Balken sonst kippen lassen. Unter der Terrasse läuft das Wasser dann auf dem Untergrund ab. Punktuelle Pads lassen es passieren. Bei der empfohlenen Verlegung zeigen die Dielen in Gefällerichtung, die Balken laufen quer dazu. Ein durchgehender Streifen unter dem Balken läge damit quer zum Wasserlauf, deshalb bleiben zwischen den Stücken Lücken.

An den Kreuzungspunkten von Diele und Balken sammelt sich Wasser in der Auflagefläche. GD Holz empfiehlt dort Streifen aus bituminierten Dachabdichtungsbahnen, die allseitig etwa 2 cm überstehen. Dieselbe Aufgabe übernimmt ein Streifen Gummigranulat aus der Gummigranulat Rolle auf dem Balken. Dazu kommen 3 Maße, die den Wasserablauf im Belag sichern. Zu allen angrenzenden Bauteilen bleiben 15 bis 20 mm Abstand. Zwischen voll gequollenen Dielen bleiben mindestens 4 mm Fuge; im Rechenbeispiel von GD Holz werden daraus bei einer trocken verlegten 145er Diele rund 10 mm. Am Stirnstoß liegen 3 bis 10 mm, empfohlen sind 7 mm.

Gut zu wissen

Terrassenpads verlegen: Anleitung in 7 Schritten

Die 7 Schritte folgen dem Aufbau von unten nach oben. Werkzeug: Wasserwaage, Richtschnur, Zollstock, Akkuschrauber, Cuttermesser.

Unterkonstruktion der Terrasse mit der Wasserwaage ausrichten
Fertige Holzterrasse auf Unterkonstruktion am Gartenteich
  1. Untergrund prüfen. Tragfähig, sauber, mit Gefälle von 1 bis 2 % vom Haus weg. Auf einer alten Pflasterfläche zeigt der nächste Regen, ob das Wasser abläuft; wenn nicht, einzelne Steine entfernen. Auf Kies oder Schotter zuerst die Gehwegplatten im Abstand von 50 cm, höchstens 70 cm setzen und mit der Wasserwaage in eine Flucht bringen.
  2. Raster anreißen. Achsabstand der Balken nach Belag festlegen (Tabelle oben) und die Balkenmitten am Untergrund oder mit der Richtschnur markieren. Entlang jedes Balkens die Auflagepunkte alle 50 cm anzeichnen. Die Randbalken so setzen, dass die Dielen höchstens 8 bis 10 cm überstehen.
  3. Pads auslegen. Auf jeden Auflagepunkt 1 Pad, so groß, dass es die Balkenbreite voll abdeckt. Wo ein Pad an eine Wand oder Kante stößt, mit dem Cuttermesser kürzen. Auf Beton liegen die Pads lose. Auf einer Dachabdichtung mindestens 6 mm wählen und die Verträglichkeit mit der Bahn klären (Abschnitt 6).
  4. Balken auflegen und ausrichten. Wasserwaage längs und quer auflegen, Höhe an jedem Auflagepunkt kontrollieren. Sitzt ein Punkt tiefer, ein zweites Pad stapeln oder eine Unterlegplatte aus Kunststoff dazulegen. Das Gefälle läuft mit dem Untergrund, nie dagegen. Balken mit Trockenrissen so drehen, dass die Risse nach unten zeigen.
  5. Unterkonstruktion fixieren. GD Holz empfiehlt, jeden Lagerbalken an mindestens 3 Punkten zu befestigen, direkt am Untergrund oder mit Winkeln. Ohne Fixierung oder Aussteifung können Schrauben abscheren und die ganze Konstruktion schwimmt. Wo nicht gebohrt werden darf, wie auf der Dachterrasse, steifen kurze Querhölzer zwischen den Balken den Rahmen aus.
  6. Belag verschrauben. Dielen quer zu den Balken auflegen, Fugen nach der aktuellen Holzfeuchte wählen, 7 mm am Stirnstoß, 15 bis 20 mm zur Wand. Schrauben aus rostfreiem Edelstahl verwenden. Bei Aluminium-Profilen selbstgewindeschneidende Edelstahlschrauben und laut GD Holz eine Zwischenschicht zwischen Diele und Profil gegen das Abscheren der Schrauben. Bei WPC die Längenänderung nach Herstellerangabe einplanen.
  7. Kontrolle nach dem ersten Regen. Unter der Terrasse muss das Wasser überall ablaufen. Unter schweren Pflanzkübeln zusätzliche Auflager oder Abstandshalter vorsehen, damit die Fläche darunter abtrocknet.
Terrassenpad aus Gummigranulat unter das Kantholz legen
Terrassendielen auf der Unterkonstruktion verschrauben

Achtung

Bohren Sie auf Dachterrassen und Balkonen nie in die Abdichtung. Die Unterkonstruktion wird dort als Rahmen ausgesteift und liegt lose auf. Zeigt die Dachhaut Beschädigungen, holen Sie den Dachdecker, bevor Sie weiterbauen.
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Terrassenpads auf Dachterrasse und Balkon

Bei Dachterrassen ist die Abdichtung die wasserführende Schicht. Ihr Gefälle zählt, der Holzbelag darüber darf waagerecht liegen. Was zwischen Bahn und Unterkonstruktion gehört, regelt die Flachdachrichtlinie des Dachdeckerhandwerks; die folgenden Angaben stammen aus ihrem Entwurf von 2023. Eine Schutzlage ist danach eine oberhalb der Abdichtung flächig verlegte Lage zum Schutz vor mechanischen Einwirkungen. Zu den Schutzlagen mit hoher Perforationsfestigkeit zählt die Richtlinie unter anderem Bautenschutzmatten und Platten aus Gummigranulat mit mindestens 6 mm Dicke. Der Dachbahnhersteller Bauder bietet seine Gummigranulat-Schutzmatte für Bitumenabdichtungen ebenfalls in 6 mm an. Für den Dachaufbau wählen Sie deshalb Pads ab 6 mm, das 3-mm-Pad dient dort nur als Ausgleich obenauf. GD Holz ergänzt: Beschädigungen der Dachhaut werden durch Unterlegen von Bautenschutzmatten oder Streifen vermieden, besonders unter Blumentrögen und Pflanzkübeln.

Die Bahn selbst entscheidet, ob eine Trennlage dazukommt. Bahnen aus Weich-PVC (Polyvinylchlorid) enthalten Weichmacher, die bei ungünstiger Materialpaarung abwandern; die Bahn versprödet mit der Zeit. Das beschreibt der Hersteller novotegra für die Trennlagen seiner Montagesysteme auf PVC-Dächern. Bahnen aus flexiblen Polyolefinen (FPO oder TPO) sind frei von diesen Weichmachern und gelten als unkritisch. Ein Hersteller von Bautenschutzmatten sieht für PVC-Bahnen eine Vlieskaschierung als Trennlage vor, in Absprache mit dem Hersteller der Dachbahn. Fragen Sie also vor dem Verlegen nach, aus welchem Material Ihre Abdichtung besteht, und legen Sie im Zweifel ein Vlies zwischen Bahn und Pad.

Befestigt wird auf dem Dach nichts. GD Holz beschreibt für Dachterrassen einen verwindungssteifen Rahmen: Zwischen die längs laufenden Balken kommen im rechten Winkel kurze Querhölzer, versetzt angeordnet und mit Winkeln verschraubt. Der Höhenausgleich muss so gebaut sein, dass er nicht verrutschen oder wegschwimmen kann; eine Verklebung mit PU-Leim hält ihn an Ort und Stelle. Der Balkon bringt die knappe Aufbauhöhe dazu. Dort arbeitet ein flaches Pad unter einem flachen Balken, und das Gummigranulat dämpft den Trittschall, den ein hartes Auflager an die Balkonplatte weitergeben würde.

Gut zu wissen

Stelzlager und Gummipads: darunter, dazwischen oder gar nicht?

Ein Stelzlager ist ein höhenverstellbarer Fuß aus Kunststoff, auf dem Terrassenplatten oder Balken liegen. Ob darunter ein Gummipad gehört, hängt vom Untergrund ab. Auf der Dachabdichtung ja: Die Flachdachrichtlinie empfiehlt, bei Stelzlagern eine Schutzlage zu verlegen. Ein Pad ab 6 mm unter jedem Fuß erfüllt diese Aufgabe. Es muss größer sein als die Standfläche des Lagers, damit die Kante Abstand zur Bahn hält. Auf einer Betonplatte ist das Pad unter dem Lager eine Zugabe, keine Pflicht. Es gleicht kleine Unebenheiten aus und dämpft die Geräusche zwischen Kunststofffuß und Stein.

Zwischen Lager und Platte sitzt in der Regel die Kopfplatte des Stelzlagers mit dem Fugenkreuz. Ein zusätzliches Pad an dieser Stelle verändert Höhe und Auflagefläche und braucht die Freigabe des Lagerherstellers. Rinn weist für Platten auf Lagern darauf hin, dass frei aufliegende Platten unter dynamischen Lasten über die übliche Nutzung begehbarer Flächen hinaus brechen können. Wer die Aufbauhöhe der Stelzlager entbehren kann, kommt mit Pads allein aus. Rinn führt neben verstellbaren Lagern von 3,3 bis 5,3 cm auch feste Plattenlager mit 1,0 cm Aufbauhöhe. Das Terrassenpad übernimmt dieselbe Aufgabe (Abschnitt 8).

Gut zu wissen

Terrassenplatten direkt auf Gummipads verlegen

Terrassenplatten aus Beton lassen sich direkt auf Gummipads legen, wenn der Untergrund eben, tragfähig und mit Gefälle ausgeführt ist. Die Einbauhinweise von Rinn gelten für Betonwerkstein bis 5 cm Dicke; für dünne Keramikplatten fragen Sie den Plattenhersteller. Rinn nennt für die wasserführende Ebene 1 bis 2,5 %. Das Pad gleicht Millimeter aus, keine Zentimeter; für größere Höhen oder einen unebenen Untergrund bleibt das Stelzlager die passende Wahl.

Die Auflager richten sich nach dem Plattenformat. Rinn begrenzt den Abstand der Plattenlager auf höchstens 50 cm. Für die Formate 60 x 60, 80 x 40 und 90 x 30 cm zeigt der Hersteller ein mittleres Auflager zusätzlich zu den 4 Ecken. Übertragen auf Pads heißt das: an jedem Eckpunkt 1 Pad, im Feld trägt es 4 Plattenecken zugleich. Liegt eine Kantenlänge über 50 cm, kommt ein fünftes Pad in die Plattenmitte. Es begrenzt die Spannweite zwischen den Eckpads, die bei 60 x 60 cm sonst 60 cm betrüge. Diese Schwelle ist aus dem 50-cm-Lagerabstand abgeleitet. Fugenkreuze halten die Fugen auf mindestens 3 mm. Jedes Pad ist größer als die Auflagefläche, die es trägt. Platten dürfen nie press verlegt werden, sonst platzen die Kanten ab.

Liegen die Platten auf einer Dachabdichtung, verlangt die Flachdachrichtlinie ohne Kies- oder Splittbett und ohne Stelzlager eine Schutzlage. Das Pad ab 6 mm übernimmt sie, die Trennlage bei PVC-Bahnen kommt dazu (Abschnitt 6). Rinn verlangt für Platten im Splittbett eine Randbegrenzung gegen seitliches Ausweichen; für lose auf Pads liegende Platten gilt das erst recht, also freie Ränder einfassen. Und die Nutzung bleibt auf begehbare Flächen begrenzt: Fahrzeuge oder Stöße aus dem Sprung können frei aufliegende Platten brechen.

Gut zu wissen

Häufige Fehler beim Aufbau der Unterkonstruktion

In Heimwerkerforen kommt immer wieder der Einwand, eine Unterlage verlagere das Feuchteproblem nur, statt es zu lösen. Das trifft genau dann zu, wenn Wasser im Spalt stehen bleibt. Die folgenden 10 Fehler sorgen dafür.

  1. Balken direkt auf Beton, Schotter oder Erde. Die Kontaktfläche bleibt nass, das Holz fällt in Gebrauchsklasse 3.2 oder 4.
  2. Pad kleiner als der Balken. Eine schmale Kante trägt die Last, drückt das Pad an dieser Stelle zusammen, und der Balken kippt.
  3. Gefälle fehlt oder läuft zum Haus. Wasser sammelt sich unter der Terrasse und an der Fassade.
  4. Achsabstand der Balken zu groß. Dünne Dielen federn, verdrehen sich und bilden Stolperkanten; GD Holz nennt 50 cm als Grenze gegen Verzug.
  5. Auflager unter dem Balken zu weit auseinander. Der Balken hängt durch oder klappert; die Auflager gehören alle 50, höchstens 70 cm hin.
  6. Konstruktion weder fixiert noch ausgesteift. Schrauben scheren ab, die ganze Fläche schwimmt und verzieht sich.
  7. Fugen zu eng. Quellende Dielen wölben sich; mindestens 4 mm bleiben auch bei voll gequollenem Holz.
  8. Gummi direkt auf einer PVC-Bahn. Weichmacher wandern, die Bahn versprödet; ein Vlies dazwischen verhindert den Kontakt.
  9. Pad als Ersatz für die Auflagerplatte. Auf Kies oder Schotter leitet die Gehwegplatte die Last in den Boden; das Pad ersetzt sie nicht, es liegt obenauf.
  10. Laub und Erde unter der Terrasse. Ablagerungen über Monate stufen das Holz in Gebrauchsklasse 4 ein; Randabschluss und Kantensteine halten sie fern.
Häufige Fragen

Häufige Fragen

Welchen Abstand sollten Terrassenpads zueinander haben?

Entlang des Balkens liegen die Pads alle 50 cm, höchstens 70 cm von Mitte zu Mitte. Quer dazu folgt der Abstand dem Achsabstand der Balken: 40 bis 60 cm je nach Dielenstärke, 50 cm als bewährter Wert.

Kann man Terrassendielen direkt auf Beton verschrauben?

Nein. Holz, das flach auf Beton liegt, bleibt an der Kontaktfläche nass und fällt in Gebrauchsklasse 3.2. Zwischen Beton und Holz gehört immer ein Auflager, das den Balken vom Stein hebt.

Muss man Terrassenpads verkleben?

Auf Beton und Platten liegen die Pads lose; die Auflast des Balkens hält sie an ihrem Platz. Auf der Dachterrasse verklebt GD Holz den Höhenausgleich mit der Unterkonstruktion (PU-Leim), damit er nicht verrutscht oder wegschwimmt; auf die Abdichtung selbst kommt kein Kleber.

Was legt man unter ein Stelzlager?

Auf der Dachabdichtung eine Schutzlage, zum Beispiel ein Gummigranulat-Pad ab 6 mm, das größer ist als der Fuß des Lagers. Auf Beton ist das Pad optional und gleicht Unebenheiten aus.

Braucht eine Alu-Unterkonstruktion Terrassenpads?

Aluminium fault zwar nicht, das Pad gleicht aber die Betonplatte aus und dämpft das Klappern zwischen Metall und Stein. GD Holz empfiehlt außerdem eine Zwischenschicht zwischen Holzdiele und Aluprofil, damit die Schrauben nicht abscheren.

Kann man Terrassenpads auf Rasen verlegen?

Nein. Erde und Rasen sind die wasserführende Schicht. Darauf kommen Kies, Wurzelvlies und Gehwegplatten, erst auf der Platte liegt das Pad.

Kann man Terrassenpads auf alte Fliesen oder Platten legen?

Ja, wenn der Belag fest liegt und Wasser abläuft. Kleine Höhensprünge fängt das Pad ab, größere eine gestapelte Lage aus Pad und Unterlegplatte.